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FAQ

1. Was ist Factoring?

Factoring ist der fortlaufende Verkauf von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen eines Unternehmens gegen seine Kunden an ein Factoring-Institut. 

2. Welche Factoring-Varianten gibt es?

Je nach Ausprägung der Leistungen (Finanzierung, Sicherheit, Service) lassen sich verschiedene Produktvarianten unterscheiden.

3. Was bedeutet „echtes“ und „offenes/stilles“ Factoring?

Beim echten Factoring kauft der Factor unwiderruflich die Forderungen auf und übernimmt das Ausfallrisiko. In Deutschland wird seit Jahren fast ausnahmslos echtes Factoring angeboten. Echtes Factoring wird auch als Non-Recourse-Factoring bezeichnet. Beim offenen Factoring wird den Debitoren des Factoring-Kunden der Forderungsverkauf angezeigt. Beim stillen Factoring erfahren die Debitoren dagegen nichts vom Forderungsverkauf.

4. Welche Voraussetzungen gibt es für das Factoring?

Wichtig für den Einsatz von Factoring ist, dass die Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen vollständig und einredefrei durch den
Factoring-Kunden erbracht wurden.

5. Wie viel Liquidität erhalte ich durch Factoring?

Nach erbrachter Leistung stellt das Unternehmen seine Rechnung wie gewohnt an den Debitor. Gleichzeitig übermittelt das Unternehmen die Rechnungskopien mittels einer elektronischen Schnittstelle an den Factor. Der  Factor zahlt unmittelbar nach Erhalt der Rechnung bis zu 90 Prozent des Betrags an das Unternehmen. Der Factoring-Kunde kann so innerhalb von 24 Stunden über die Liquidität verfügen.

6. Müssen alle Kunden in die Factoring-Lösung einbezogen werden?

Bei uns ist sowohl der Einbezug des gesamten Debitorenbestands als auch der Einbezug eines Teils der Debitoren möglich. Mit Ihnen im Dialog kann ein
Bereich gewählt werden, der Ihren Anforderungen entspricht.

7. Welche Unterlagen werden zur Prüfung einer möglichen Zusammenarbeit benötigt?

Die zur Prüfung benötigten Unterlagen sind bei allen Factoring-Anbietern ähnlich. Es handelt sich einerseits um Bonitätsunterlagen zu Ihrem Unternehmen und andererseits um Unterlagen zur Beurteilung der Qualität Ihrer Forderungen. Beispiele: die letzten beiden Jahresabschlüsse Ihres Unternehmens, eine offene Postenliste aus Ihrer Debitorenbuchhaltung (für eine schnellere Umsetzung gibt es ein spezielles Produkt).

8. Wie schnell kann ein Factoring ab Ersttermin implementiert werden?

Nach einem Besuchstermin bei Ihnen und anschließender Angebotsannahme wird innerhalb von zwei bis vier Wochen eine Kreditentscheidung herbeigeführt. Im Anschluss bedarf es etwa einer Woche zur Vertragserstellung und Unterzeichnung. Für die anschließende operative Umsetzung können weitere zwei Wochen eingeplant werden.

9. Wie funktioniert der Schutz vor Forderungsausfällen?

Der Factor kauft die Forderungen auf und übernimmt das Ausfallrisiko, dabei bedient er sich einer Warenkreditversicherung oder sichert sich über das FCI-Netzwerk ab.

10. Was kostet Factoring?

Die Kosten für das Factoring gliedern sich in unterschiedliche Bestandteile auf. Die Höhe ist abhängig von Eckdaten wie Jahresumsatz, Anzahl und Höhe
der Rechnungen sowie der Bonität des Unternehmens. Abhängig von der Factoring-Form und -Art werden Factoring-Gebühr,  Factoring-Zins und weitere Gebühren berechnet.